Stand 30.09.2023

PIETER BRUEGHEL d. J.

Lot 3020
Anbetung der Heiligen Drei Könige
Öl auf Holz

111.5 x 159.4 cm

Lot 3020
Anbetung der Heiligen Drei Könige
Öl auf Holz
111,5 x 159,4 cm

Schätzpreis: CHF 2.000.000 - 3.000.000
€ 2.000.000 - 3.100.000
Auktion: -296 Tage

Koller Auktionen AG

Auktion: 22.09.2023 14:00 Uhr
Auktionsnummer: a206
Auktionsname: Gemälde Alter Meister
Lot Details
Unten mittig signiert: P. BRVEGHEL. Diese imposante Anbetung der Heiligen Drei Könige identifizierte Dr. Klaus Ertz 2009 als eine eigenhändige Arbeit von Pieter Brueghel d. J. Die Komposition erfreute sich einer grossen Nachfrage und erlangte durch mehrere Versionen eine grosse Bekanntheit. Eine weitere eigenhändige Version, die bis 1965 noch als Werk Pieter Brueghel d. Ä. (1527/30–1569), dann als Arbeit seines Sohnes Pieter Brueghel d. J. identifiziert wurde, befindet sich im Philadelphia Museum of Art (Inv.-Nr. 83–73). Unser Gemälde kann anhand der Signatur BRVEGHEL auf vor 1616 und damit früher als das Werk in Philadelphia datiert werden. Erst ab 1616 signierte der Künstler mit BREVGHEL, in dem er E und V bewusst vertauschte. Diese spätere Signatur erschien nach einer Reinigung auf dem Werk in Philadelphia und kann als wertschätzende Distanzierung zum Oeuvre des Vaters gelesen werden. Der Künstler versuchte ab 1616 das Gesamtwerk des Vaters durch eigene, jedoch eng an den Stil von Pieter Brueghel d. Ä. anknüpfende Gemälde zu erweitern. Ein Mysterium bleibt der Zugang des Sohnes zu den Originalwerken des Vaters, von denen keine Dokumentation im Hause der Brueghels nach dem Tod von Pieter Bruegel d. Ä. überliefert ist. Die bemerkenswerte stilistische Nähe und seine feine Ausführung lassen heute vermuten, dass sich Pieter Brueghel d. J. zwischen seinem Erhalt der Meisterwürde 1585 und dem Jahr 1593 aus dem sein frühestes bekanntestes Werk datiert, auf Reisen befunden hatte. Auf seiner Wanderschaft könnte er, wie für die Anbetung der Heilligen Drei Könige, Kopien nach den Originalwerken des Vaters in diversen Sammlungen hergestellt haben, die er später in der Werkstatt ausarbeitete.
Lot Details
Unten mittig signiert: P. BRVEGHEL. Diese imposante Anbetung der Heiligen Drei Könige identifizierte Dr. Klaus Ertz 2009 als eine eigenhändige Arbeit von Pieter Brueghel d. J. Die Komposition erfreute sich einer grossen Nachfrage und erlangte durch mehrere Versionen eine grosse Bekanntheit. Eine weitere eigenhändige Version, die bis 1965 noch als Werk Pieter Brueghel d. Ä. (1527/30–1569), dann als Arbeit seines Sohnes Pieter Brueghel d. J. identifiziert wurde, befindet sich im Philadelphia Museum of Art (Inv.-Nr. 83–73). Unser Gemälde kann anhand der Signatur BRVEGHEL auf vor 1616 und damit früher als das Werk in Philadelphia datiert werden. Erst ab 1616 signierte der Künstler mit BREVGHEL, in dem er E und V bewusst vertauschte. Diese spätere Signatur erschien nach einer Reinigung auf dem Werk in Philadelphia und kann als wertschätzende Distanzierung zum Oeuvre des Vaters gelesen werden. Der Künstler versuchte ab 1616 das Gesamtwerk des Vaters durch eigene, jedoch eng an den Stil von Pieter Brueghel d. Ä. anknüpfende Gemälde zu erweitern. Ein Mysterium bleibt der Zugang des Sohnes zu den Originalwerken des Vaters, von denen keine Dokumentation im Hause der Brueghels nach dem Tod von Pieter Bruegel d. Ä. überliefert ist. Die bemerkenswerte stilistische Nähe und seine feine Ausführung lassen heute vermuten, dass sich Pieter Brueghel d. J. zwischen seinem Erhalt der Meisterwürde 1585 und dem Jahr 1593 aus dem sein frühestes bekanntestes Werk datiert, auf Reisen befunden hatte. Auf seiner Wanderschaft könnte er, wie für die Anbetung der Heilligen Drei Könige, Kopien nach den Originalwerken des Vaters in diversen Sammlungen hergestellt haben, die er später in der Werkstatt ausarbeitete.

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