Auktion: 11 Tage
Stand 11.06.2026
In vergoldetem Rahmen.
Blick auf eine Menschenmenge, meist in Rückenansicht, die vom Ufer aus, teils hinter einer kleinen Ummauerung stehend, auf den verheerenden Brand in einem Öldepot im venezianischen Stadtteil San Marcuola blicken. Hinter den lodernden Flammen eine Häuserfront mit mehreren Figuren, die vor dem Brand auf die Dächer geflüchtet sind. Dramatische Darstellung der Feuersbrunst vor dunklem, rötlich verfärbtem Himmel.
Francesco Guardi war der jüngere Sohn des aus dem Trentino stammenden Domenico Guardi (1678–1716) und der Maria Claudia Pichler aus Neumarkt. Er war Bruder des älteren Giovanni Antonio Guardi (1698/99–1760). Nach seiner Geburt zog die Familie nach Venedig, wo auch seine Brüder wirkten. Bis 1760, dem Todesjahr seines Bruders Antonio, wirkte er in der Familienwerkstatt. Zunächst schuf er Altarbilder, verlegte sich jedoch als Schüler von Canaletto (1697–1768) auf die Vedutenmalerei. Mäzene, darunter insbesondere der Doge Alvise IV Mocenigo, förderten ihn durch zahlreiche Aufträge, vor allem für Ereignisbilder anlässlich des Besuchs von Papst Pius VI in der Stadt, aber auch des russischen Großfürstenpaares. Werke seiner Hand befinden sich heute in zahlreichen internationalen privaten und öffentlichen Sammlungen.
Anmerkung:
Das größere Originalgemälde von Francesco Guardi befindet sich in der Alten Pinakothek in München. (14814710) (18)