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Lot 188

DIE MADONNA MIT DEM KIND

Schätzpreis:

€ 70.000 - 90.000

Auktion: 6 Tage

Stand 10.09.2026



Beigegeben ein Gutachten von Prof. Riccardo Lattuada, Universität Neapel, in Kopie.

Vor fast schwarzem Hintergrund die sitzende Madonna in rot-blauem Gewand, den Kopf leicht erhoben und mit den dunklen, glänzenden Augen ihres feinen zarten Gesichts gen Himmel blickend. Sie hält behutsam den nackten Jesusknaben auf ihrem Schoß und berührt dabei seinen linken Fuß. Jesus hält in seiner linken einen Apfel, während er den rechten Arm mit Segensgruß erhoben hat.

Das Gemälde, so Prof. Lattuada, zeichnet sich durch eine Balance der Figuren aus, die auf der vertikalen Ausrichtung der Gesichter zentriert ist. Die Formendarstellung, das kraftvolle Hell-Dunkel und die leuchtenden kräftigen Farben zeugen von einem Maler mit caravaggeskem Hintergrund. Vergleiche mit anderen Arbeiten des Künstlers zeigen, dass er dasselbe Modell verwendete, fast in derselben Position oder spiegelverkehrt, sowohl in der „Judith mit dem Haupt des Holofernes“ im Boston Museum of Fine Arts, als auch in der „Heiligen Katharina von Alexandrien“ in einer Privatsammlung in Neapel. Allein diese Vergleiche dürften für ihn schon allein genügen, um das Gemälde dem Künstler zuzuschreiben. Aufgrund der Entstehungszeiten der beiden genannten Gemälde und des Gesamttons des vorliegenden Werkes würde Prof. Lattuada es zeitlich in das Ende der 1630er-Jahre zuordnen. (14907715) (18)



Massimo Stanzione,
1585 – 1656 Naples, attributed

THE MADONNA AND CHILD

Oil on canvas. Relined.
129 x 101 cm.

Accompanied by a copy of an expert’s report by Professor Riccardo Lattuada, University of Naples.

According to Professor Lattuada, the painting is distinguished by a balanced arrangement of the figures, centred on the vertical alignment of their faces. Comparisons with other works by the artist show that he used the same model, in almost the same position or in reverse, both in Judith with the Head of Holofernes in the Museum of Fine Arts, Boston, and in Saint Catherine of Alexandria in a private collection in Naples. According to Professor Lattuada, these comparisons alone would be sufficient to support an attribution of the painting to the artist. On the basis of the dates of the two aforementioned works and the overall tone of the present painting, Professor Lattuada would date it to the late 1630s.

Hampel Fine Art Auctions

Ort: Munich
  • Auktion : 24.09.2026 11:30 Uhr
  • Auktionsnummer: 149
  • Auktionsname: Gemälde Alte Meister – Teil 1

Massimo Stanzione

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