Auktion: 13 Tage
Stand 10.09.2026
Verso mit Galerieetikett, auf Brueghel als Urheber des Werkes hinweisend.
In teilebonisiertem Profilrahmen.
Beigegeben ein Gutachten des Cabinet Turquin, Paris, 1. März 2024, in Kopie.
In einer abgedunkelten Landschaft, deren Wolkentürme nur von einem lichten Aufriss oben links durchbrochen werden, in dem ein Engel mit einem Kreuz erscheint, sind Figuren in der Farbtrias Weiß, Rot und Braun zu sehen. Das Gemälde gibt die altbiblische Szene aus Gen 8,1–19 wieder, nämlich die Sintflut als Strafgericht Gottes. Das Gemälde ist in engem Zusammenhang zu sehen mit der Version des Gemäldes in der Eremitage in Sankt Petersburg aus der Sammlung P. P. Semenov-Tyan-Shansky (Inv.Nr. ГЄ-2780, 73 x 104 cm, als Marten van Cleve, Umkreis). Wenngleich bei Ertz keine gleiche Komposition von van Cleve genannt wird, so bietet doch die Sankt Petersburger Version des Gemäldes einen Hinweis auf den Künstler.
Der Maler studierte unter Frans Floris (um 1516–1570) und entdeckte zunächst seine Vorliebe für die Landschaftsmalerei. Durch seinen Bruder Heinrich veranlasst, widmete er sich aber alsbald fast ausschließlich der figürlichen Malerei. Seine meist vielfigurigen Genrebilder werden oft nur vordergründig als teilweise humorige Szenen verstanden, hinter denen sich jedoch nicht selten ein tieferer allegorischer oder gesellschaftskritischer Sinn verbirgt. 1551 wurde er Mitglied der Antwerpener Lukasgilde.
Literatur:
Vgl. Klaus Ertz und Christa Nitze-Ertz, Marten van Cleve. 1524–1581. Kritischer Katalog der Gemälde und Zeichnungen, in: Flämische Maler im Umkreis der Großen Meister, Bd. 9, Lingen 2014. (1490671) (13)
Marten van Cleve the Elder,
1527 Antwerp – 1581 ibid., attributed
THE BEGINNING OF THE DELUGE
Oil on panel. Parquetted. Reverse covered with perspex.
73 x 104 cm.
Gallery label on the reverse attributing the work to Brueghel.
Accompanied by an expert’s report by Cabinet Turquin, Paris, dated 1 March 2024, in copy.
The painting is closely related to a version in the State Hermitage Museum, Saint Petersburg, formerly in the collection of P. P. Semenov-Tyan-Shansky (inv. no. ГЄ-2780, 73 x 104 cm, as circle of Marten van Cleve). Although Ertz does not record an identical composition by van Cleve, the Saint Petersburg version provides an indication of the possible authorship.
Literature:
cf. Klaus Ertz and Christa Nitze-Ertz, Marten van Cleve. 1524 – 1581. Kritischer Katalog der Gemälde und Zeichnungen, in: Flämische Maler im Umkreis der Großen Meister, vol. 9, Lingen 2014.