Auktion: 13 Tage
Stand 10.09.2026
Unter hohem, vom Licht der untergehenden Sonne leicht rötlich gefärbten Himmel, durchschreitet eine Familie eine seichte Furt. Ein kleiner Junge geht voran, gefolgt von einem Muli, auf dem die Großmutter mit einem Kleinkind sitzt. Dahinter schreitet der Vater mit seiner Frau, die ein weiteres Kind auf dem linken Arm trägt. Das hellblaue Wasser ist so klar, dass stellenweise die Füße der Figuren sichtbar sind. Im Hintergrund erhebt sich ein großer bewachsener Felsen, linksseitig ergänzt durch einen Wasserfall. Nach rechts öffnet sich der Blick in die Ferne auf ein höher gelegenes Ufer mit Gebäuden sowie einen hohen Berg mit einer Burganlage. Stimmungsvolle Darstellung in weichen Farbtönen in der Manier des Künstlers.
Der Künstler war ein italienischer Maler des Klassizismus. Er studierte in Brescia und befasste sich mit dem Werk von Girolamo Romanino (1484/87–1562). Später zog er nach Venedig und setzte sein Kunststudium unter Giovanni Antonio Canal (1697–1768) fort. Von 1834 bis 1838 unternahm er eine Reihe von Reisen, die ihn u. a. nach Florenz, Rom, Neapel und Paestum führten. Neben zahlreichen Venedigansichten schuf er auch idyllische Fantasielandschaften. Dabei ist die Vielfalt seiner Themen, sowie die hohe Qualität seiner Bildproduktion hervorzuheben. Im letzten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts arbeitete er mit dem Architekten Gian Antonio Selva (1751–1819) zusammen, so etwa für die Dekorationen des inzwischen nicht mehr existierenden Palazzo Bottoni di Ferrara und dem Casino Soderini in Treviso.
Literatur:
Egidio Martini, La pittura del Settecento veneto, Udine 1982, S. 114, S. 558 Anm. 396, Abb. 933, mit Standort in einer Privatsammlung in Cortina d‘Ampezzo.
Giuseppe Pavanello, Alberto Craievich und Daniele D‘Anza, Giuseppe Bernardino Bison, Triest 2012, S. 244, Nr. 301, mit abweichenden Maßen (62 x 88 cm). (13200114) (18)