Auktion: 5 Tage
Stand 17.03.2026
Vor dunklem Hintergrund, wie die Mehrzahl der Brustbildnisse des Malers. Der Oberkörper unbekleidet, mit vorgenommener Schulter, über die eine Haarlocke zieht. Vom Bildtypus her ließe sich an die Darstellung eines jugendlichen Johannes denken, jedoch fehlen dafür die entsprechenden Attribute. Der Gesichtstyp steht eng in Beziehung mit seinem Werk „Allegorie der Malerei“ (Sotheby‘s Juni 2023.) Das vorliegende Bildnis ist für die Portraitmalerei Dandinis als typisch anzusehen, wie etliche Vergleichsbeispiele zeigen.
Dandini war der ältere Bruder des Vincenzo (1607–1675), erhielt seine Ausbildung von Francesco Curradi (1570–1661), dann von Cristofano Allori (1577–1621) und abschließend bei Domenico Cresti il Passignano (1558–1638). 1621 wurde er Mitglied der Accademia del Disegno. Zu seinen Schülern zählten unter anderen Stefano della Bella (1610–1664) oder Alessandro Rosi (1627–1697/1707). Sein Wirken hatte große Bedeutung für die Entwicklung der Barock-Malerei von Florenz.
Literatur:
Vgl. Sandro Bellesi, Cesare Dandini, Turin 1996.
Vgl. Sandro Bellesi, Cesare Dandini. Addenda dal catalogo dei dipinti, Florenz 2007.
Vgl. Sandro Bellesi, Catalogo dei pittori fiorentini del '600 e '700. Biografie e opere, Florenz 2009, Bd. 1, S. 120 – 122 und Bd. 2 Abb. S. 389 – 408.
A.R. (1471499) (11)