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Michele Giovanni Marieschi

Lot 325

VENEDIG – BLICK AUF DIE RIALTOBRÜCKE

  • 34,4 x55,3cm
Schätzpreis:

€ 45.000 - 60.000

Auktion: 5 Tage

Stand 17.03.2026



Die Vedute zeigt die hohe Qualität der Werke des Malers, trotz der bislang nicht völlig gesicherten Zuweisung. Dies vor allem wegen der malerischen Lichtführung, der detailgenauen Wiedergabe der Gebäude, sowie der lebendigen Figurenstaffage mit Gondeln und Segelschiffen. Der Blick ist in den Lauf des Kanals gerichtet und bietet einen Blick unter den Brückenbogen. Typisch für die Arbeitsweise des Malers ist die Exaktheit der Wiedergabe der Architektur, aber auch der malerischen Effekte, wie hier der sonnenbelichteten Bogen-Unterseite der ansonsten verschatteten Brücke.

Von Michele Marieschi ist nicht viel Genaueres überliefert. Wir wissen, dass er Schüler seines Vaters war und sich danach in der Zeit um 1720 bzw. auch nach 1731 in Deutschland aufhielt, um als Bühnenmaler zu arbeiten sowie, dass er sich 1735 nach Venedig zurückging, und dort Mitglied der venezianischen Malergilde Fraglia de‘ Pittori wurde. Der Kupferstecher und Maler Gaspare Diziani (1689–1767) sowie der Sammler Mathias von der Schulenburg, damals Generalfeldmarschall im Dienste Venedigs, unterstützten den Maler. Letzterer erwarb 1738 zwei Veduten. Auch die Verehelichung mit Angela Fontana, der Tochter eines bekannten Kunsthändlers der Stadt, dürfte zum Erfolg Marieschis beigetragen haben. Ab 1743 hat Marieschi die Aufträge mehr und mehr seinem Schüler Francesco Albotto (1721/22–1757) überlassen. Etliche Gemälde seiner Hand befinden sich in öffentlichen Museen in Stockholm, Prag oder Warschau, sowie im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover.

Literatur:
Vgl. Dario Succi, Marieschi tra Canaletto e Guardi, Gorizia 1989.
Vgl. Dario Succi, Marieschi. Opera Completa, Treviso 2016, S. 405, Abb. 214.
Vgl. Ralph Toledano, Michele Marieschi. L‘opera completa, Mailand 1998. A.R. (1471854) (11)



Michele Giovanni Marieschi,
1696/1710 – 1743 Venice

VENICE – VIEW OF THE RIALTO BRIDGE

Oil on canvas.
34.4 x 55.3 cm.

The veduta attests to the high quality of the painter’s work, notwithstanding the continued uncertainty surrounding its attribution. Characteristic of his style is the meticulous rendering of architectural detail, combined with refined painterly effects, such as by the sunlit underside of the arch set against the otherwise shadowed bridge.

Literature:
cf. Dario Succi, Marieschi tra Canaletto e Guardi, Gorizia 1989.
cf. Dario Succi, Marieschi. Opera Completa, Treviso 2016, p. 405, ill. 214.
cf. Ralph Toledano, Michele Marieschi. L’opera completa, Milan 1998.

Hampel Fine Art Auctions

Ort: Munich
  • Auktion : 26.03.2026 11:00 Uhr
  • Auktionsnummer: 147
  • Auktionsname: Spring Auction
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