Auktion: 5 Tage
Stand 17.03.2026
In einer gemalten steinernen Wandnische fällt zunächst der Blick auf ein Rebhuhn mit ausgebreiteten Flügeln und einem fein gemalten Gefieder, das mit einem Fuß an einer Schnur aufgehängt ist. Im Hintergrund hängen an einem Nagel, an einer Schnur aufgehängt, weitere kleinere Singvögel sowie an einer weiteren Schnur zwei Jagdflöten. Aus der Nische herabhängend, am unteren linken Rand, der Gurt einer Jagdtasche, die im Hintergrund erkennbar ist. Das Gemälde wird zudem belebt durch zwei am Nischenrand links unten und mittig rechts kriechende Schnecken sowie durch eine kleine Fliege auf dem Gefieder des Rebhuhns. Feine qualitätvolle Wiedergabe, die die Kunstfertigkeit des Malers erkennen lässt.
Der niederländische Maler war wohl zunächst in Haarlem tätig und kultivierte das Stillleben (vor allem erlegte Vögel) bei reicher koloristischer Begabung. 1670 wurde er als Hofmaler an den Hof des großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm nach Berlin bzw. Potsdam berufen. Eines seiner wenigen erhaltenen Jagdstillleben mit dem Titel „Erlegte Vögel“ befindet sich in den Sammlungen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. (1471502) (18)