Auktion: 5 Tage
Stand 11.06.2026
Rechts unten Restsignatur.
In vergoldetem Rahmen.
Das Gemälde ganz in der typischen Malweise Winks. Wie fast immer in seinen Stillleben sind die Früchte und Blumen auf einer Steinplatte dicht gedrängt und gehäuft gezeigt, mit betonender Beleuchtung des Bildzentrums, und wie meist vor braunem dunklem Hintergrund. Hier zu sehen sind unter anderem Narzissen, blaue Prunkwinden, rosafarbene Levkoje, roter Mohn und weiße Kleinblütler; an Obst sind Erdbeeren, Pfirsiche und Birnen zu sehen, darauf hochgeschichtet liegend eine helle Traubenrispe. Die Darstellung wird belebt durch eine Fliege und einen Schmetterling. Charakteristische Merkmale seiner Malerei sind die bereits die Klassik vorbereitende Vereinfachung und Ruhe in den Bildern, wie auch bei dem vorliegenden Werk.
Der Maler – obschon in Eichstätt als Sohn des Malers Johann Chrysoltomus Winck (1725–1795) geboren – zählt zu den deutschen Blumen- und Stilllebenmalern der niederländischen Schule. Seine erste Ausbildung mag er zwar bei seinem Vater erhalten haben, geprägt hat ihn aber das Studium an der Königlichen Akademie in Antwerpen, wo er gemeinsam mit Pieter Faes (1750–1814) lernte und von den Werken des damals bereits verstorbenen Jan van Huysum (1682–1749) stark beeinflusst wurde. In der Folge wandte er sich München zu und wurde dort bis zu seinem Lebensende tätig. (1481193) (1) (18)