Auktion: 5 Tage
Stand 11.06.2026
Rechts unten signiert „G. Guardi”.
Diese Vedute zählt zu den seltenen Ansichten Venedigs, die die Ausfahrt aus dem Kanal ins offene Meer zeigen. Die Weite der Wasserstraße setzt sich bis zum Horizont der Adria fort. Umso bescheidener erscheint die Randbebauung mit dem Befestigungsbau und den Kirchen Sant'Andrea und San Nicolò. Die imponierende Weite wird durch das Firmament mit den leicht aufschwingenden Wolken noch betont. Der Ruhe der Architekturwiedergabe entsprechen auch die Ruderbewegungen der Gondoliere. Solche Charakteristika erweisen sich als typisch für das Werk des Giacomo.
Als Sohn des Francesco Guardi (1712–1793) widmete sich Giacomo sich im Gegensatz zu seinem Vater vermehrt einer Reduktion der Farbigkeit, verminderter Buntheit und Konzentration auf helle Lichteffekte gegenüber verschatteten Partien.
Provenienz:
Sotheby's London, 12. Juli 2001, Lot 76.
Literatur:
Das Gemälde ist aufgeführt und abgebildet in: Dario Succi, Repertorio dei Vedutisti Veneziani dal Seicento all'Ottocento, Mailand 2025, S. 302–304, Abb. 16.
Sowie in: Dario Succi, Francesco Guardi, Bd. 1: Itinerario Artistico, Mailand 2021, S. 441, Abb. 21. A.R. (1481352) (3) (11)
Giacomo Guardi,
1764 Venice – 1835 ibid.
VENICE, VIEW OF PORTO DI LIDO WITH THE FORTE SANT'ANDREA
AND THE CHIESA DI SAN NICOLÒ
Oil on canvas.
52 x 77 cm.
Signed ”G. Guardi” lower right.
Provenance:
Sotheby's London, 12 July 2001, lot 76.
Literature:
The painting is listed and illustrated in: Dario Succi, Repertorio dei Vedutisti Veneziani dal Seicento all'Ottocento, Milan 2025, pp. 302–304, ill. 16.
and in: Dario Succi, Francesco Guardi, vol. 1: Itinerario Artistico, Milan 2021, p. 441, ill. 21.