Auktion: 5 Tage
Stand 11.06.2026
Blick auf die von der Sonne beschienenen Überreste des Tempels nördlich von Luxor in Ägypten. Der Karnak-Tempel ist durch den hoch aufragenden Obelisken und den unvollendeten Pylon zu sehen, beide mit zahlreichen Hieroglyphen, teils farbig, verziert. An der steinernen Treppe zwei ägyptische Fremdenführer in lässigen Posen, die wohl auf Kundschaft warten. Durch das gleißende Sonnenlicht und kleineren verschatteten Flächen, durch das Blau des Himmels und die Erdtöne werden die Ruinenreste besonders hervorgehoben.
Der Künstler, vor allem durch seine Ägyptenbilder bekannt, reiste ab 1873/74 insgesamt fünf Mal in dieses Land. Wenn er nicht vor Ort war, schaute er sich die altägyptische Kunst in den umfangreichen Berliner Sammlungen an. Er achtete bei all seinen Gemälde auf die genaue Wiedergabe der Wandmalereien und Hieroglyphen – wie auch auf dem vorliegenden Werk.
Anmerkung:
Die Gegend um Karnak galt als einer der heiligsten Orte, wo der Gott Mun direkt mit den Menschen interagierte und wo Priester mehr Macht als der Pharao hatten und dessen Respekt genossen. (1481251) (18)
Ernst Carl Koerner,
1846 Stibbe – 1927 Berlin
IN THE SANCTUARY OF THE TEMPLE OF KARNAK
Oil on canvas.
77.5 x 56 cm.
Signed and dated “Ernst Körner 1889” lower left.
Old label with the artist’s name and title on a parquetting slat on the reverse.
Notes:
The area surrounding Karnak was considered one of the holiest places, where the god Amun interacted directly with humans and where priests wielded more power than the Pharaoh, commanding his respect.