Auktion: 6 Tage
Stand 10.09.2026
In vergoldetem rechteckigem Rahmen mit oktogonalem Ausschnitt.
Vor einer großen, linksseitig stehenden Orgel, die ihr attributiv zukommt, die sitzende Heilige Cäcilia in einem edlen glänzenden Gewand mit reichem Faltenwurf und einer wertvollen Brosche im Bereich des Dekolletés. Sie hält ein leichtes Tuch und spielt mit ihren zarten Händen auf der Tastatur. Sie hat sorgsam frisiertes braunes Haar mit einem Ringnimbus, während in der unteren linken Ecke eine weiße Lilie zu sehen ist. Ihr feines zartes Gesicht mit den leicht geröteten Wangen und ihr leicht verschattetes Auge sind nach unten gerichtet, in voller Konzentration auf ihr Spiel. Qualitätvolle feine Malerei mit starkem Hell-Dunkel-Kontrast. Kleine Rest.
Der Künstler kam um 1625 als Schüler in das Atelier von Jacopo Vignali (1592–1664). Nach eigenen Aussagen wurde er auch von Agnolo di C.Allori Bronzino (1503–1572) sehr beeinflusst. Er widmete sich fast ausschließlich der Malerei christlicher Themen und fertigte ab 1640 insbesondere Altarbilder an, die für ihre leuchtende Farbigkeit und minutiöse Pinselarbeit bekannt wurden. In späteren Jahren wurde er von Cosimo III und Kardinal Carlo di Medici mit Aufträgen versehen. (1491764) (18)