Auktion: 6 Tage
Stand 10.09.2026
Eingegliedert in einen architektonischen, camaieuhaft angedeuteten Hintergrund, der Pfeiler und Pilaster erahnen lässt, die mehrfigurige Szene, dem Neuen Testament entsprechend. Der Auslöser des hier geschilderten Dramas wird in Mt 14,1–9 und Mk 6,17–25 erzählt: Johannes der Täufer hatte König Herodes Antipas öffentlich des Ehebruchs bezichtigt, als dieser seine Schwägerin Herodias, die Frau seines Halbbruders Herodes Boethos, heiratete. Um den Beschuldigungen ein Ende zu setzen, ließ Herodes den Täufer kurzerhand gefangen nehmen, wagte jedoch nicht, ihn zu töten, da das Volk in ihm einen Propheten sah. Herodias, die ebenfalls gedemütigte Ehebrecherin, verfolgte indes einen mörderischen Plan. Als der König anlässlich seines Geburtstages ein großes Buffet gab, ließ Herodias ihre Tochter Salome vor ihm tanzen, so dass er, der von der verführerischen Darbietung seiner Stieftochter ganz hingerissen war, ihr jeglichen Wunsch erfüllen wollte. Von ihrer Mutter angestiftet, verlangte Salome den Kopf Johannes des Täufers. Das Zentrum wird von einer weiten steilbordigen Zinnschale gebildet, in der das Blut Johannes des Täufers zähflüssig hineinläuft, während die anderen Figuren konzentrisch um das schräg im Raum liegende Rund gegliedert sind. (1490896) (13)
Domencio Piola the Elder,
1627 Genua – 1703 Ibid., attributed
SALOME WITH THE HEAD OF SAINT JOHN THE BAPTIST
Oil on canvas. Relined.
131 x 175 cm.