Auktion: 6 Tage
Stand 10.09.2026
49,5 x 67,4 cm.
Beigegeben eine Expertise von Dr. Joost Vander Auwera, in Kopie, der vor allem die „Taufe Christi“ von Jan van Balen aus dem Königlichen Museum der Schönen Künste in Antwerpen als Vergleich heranzieht.
Unter einer Baumgruppe lagert die Heilige Familie. Die Hauptfigur, das Jesuskind, dominiert schon allein aufgrund des helleren Inkarnats. Johannes überreicht dem Kind seinen Kreuzstab, das Lamm zu Füßen der Gruppe fungiert hier nicht allein als Attribut des Johannes, vielmehr betont es auch den Frieden in dieser Familienidylle, ein Aspekt, der in der Zeit als die Familie wieder als festigendes Vorbild dienen sollte.
Der Maler, Sohn des Hendrick van Balen d. Ä. (1575–1632), hat – wie in der Zeit üblich – häufig mit Kollegen zusammengearbeitet, wie etwa Jan Brueghel d. J. (1601–1678), der wiederum in Verbindung zu Rubens (1577–1640) stand, was auch in den Bildern Balens zu bemerken ist. Zudem gilt er als Lehrer des Anthonius van Dyck (1599–1641). 1631 wird er in der Lukasgilde von Antwerpen aufgenommen, 1639 dort als Meister genannt. In seinem Werk verbindet er sowohl antik-historische als auch religiöse Bildthematik mit Landschaften, die nicht zuletzt aufgrund seiner Reisen in Italien 1639 beeinflusst wurden. Dies gilt auch für die Figurengestaltung in seinen Bildern, in denen die Figuren zumeist als Gruppen zusammengefasst erscheinen.
Provenienz
Palais des Beaux-Arts, Brüssel, Juli 1971, Lot 43.
Europäische Privatsammlung. A.R. (1490658) (11)
Jan van Balen,
1611 Antwerp – 1654 ibid., attributed
THE HOLY FAMILY WITH THE INFANT SAINT JOHN THE BAPTIST IN A LANDSCAPE
Oil on copper.
49.5 x 67.4 cm.
Accompanied by an expert’s report by Dr Joost Vander Auwera, who uses Jan van Balen’s “The Baptism of Christ“ from the Royal Museum of fine Arts in Antwerp as a comparison, in copy.
Provenance:
Palais des Beaux-Arts, Brussels, July 1971, lot 43.
Private collection, Europe.