Auktion: 6 Tage
Stand 10.09.2026
Die Darstellung findet sich in Ovids Metamorphosen (IV: 171–189) wieder: In der römischen Mythologie sind Venus (die Göttin der Liebe und Schönheit) und Vulkan (der Gott des Feuers und der Schmiedekunst) ein ungleiches Ehepaar. Der Sonnengott Apoll beobachtete heimlich den Seitensprung der Venus mit Mars und verriet es an Vulkan. Zu sehen ist hier das im Bett liegende nackte Liebespaar und der stehende Vulkan, der das Paar sieht und sich vor Wut die Haare rauft. Hinter ihm stehend der kleine Amor mit umgehängten Köcher, sich wundernd. Im Hintergrund ist durch eine Fensteröffnung der von gelblichem Lichtschein umgebene Sonnengott zu sehen, der Vulkan mit Fingerzeig auf den Ehebruch hinweist. In der Malerei der Zeit eher ungewöhnlich freizügige Darstellung.
Anmerkung:
Eine figurenreichere Darstellung, bei der Vulkan alle Götter des Olymps herbeigerufen hat, damit sie den Seitensprung sehen, findet sich auf dem Gemälde von 1679 von Johann Heiss (1640–1704). (1490871) (18)
Johann Heiss,
1640 Memmingen – 1704 Augsburg, attributed
VULCAN SURPRISING VENUS AND MARS IN BED
Oil on canvas.
46.5 x 71.5 cm
Notes:
A more densely populated version of the subject, in which Vulcan has summoned all the gods of Olympus to witness the lovers’ infidelity, is found in a painting of 1679 by Johann Heiss (1640–1704).