Auktion: 5 Tage
Stand 10.09.2026
In vergoldetem Prunkrahmen.
Beigegeben eine Expertise mit ausführlicher Biografie des Künstlers von Dario Succi, Gorizia, in Kopie.
Die Ansicht bietet einen ungewöhnlichen Einblick in die Geschichte der Lagunenlandschaftsmalerei von einem Künstler, der nach Succi, als einer der letzten Vertreter der Blütezeit der venezianischen Landschaftsmalerei des 18. Jahrhunderts gilt. Das vorliegende Werk, dass aus dem zweiten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts stammt, da die neue Kegelspitze des Glockenturms von San Giorgio vorhanden ist (der alte war am 27. Februar 1774 eingestürzt), zeigt die von der Sonne beschienene Insel vor sommerlich hellblauem Himmel und wird rechts von der fast ganz im Schatten liegenden Punta della Dogana begrenzt. Die Boote auf dem Wasser und die kleinen Figuren tragen zur Tiefenwirkung der perspektivischen Aufnahme bei.
Chilone zählt in der venezianischen Vedutenmalerei zu den Nachfolgern Canalettos (1697–1768). Aus ärmlichen Verhältnissen hat er sich zwölfjährig mit der Herstellung von Seidenstrümpfen seinen Unterhalt verdient, bevor er in die Werkstatt des Francesco Battaglioli (1725–1796) kam, bei dem er sich die Kenntnisse der Vedutenmalerei aneignen konnte. 1824 wurde er in die Accademia di Belle Arti di Venezia aufgenommen. Obwohl vom Adel gefördert, verstarb Chilone verarmt. (1490535) (3) (18)
Vincenzo Chilone,
1758 Venice – 1839 ibid.
SAN GIORGIO MAGGIORE
Oil on canvas.
38 x 52.5 cm.
Accompanied by an expert’s report by Dario Succi, Gorizia, including a detailed biography of the artist, in copy. According to Succi, the present work dates from the second decade of the 19th century. The new conical spire of the bell tower of San Giorgio Maggiore is already visible; the previous bell tower had collapsed on 27 February 1774.