Auktion: 6 Tage
Stand 10.09.2026
Tiefe: 21 cm.
Seitlich an der Plinthe signiert „J Hébert-Coëffin“.
Verso auf Plinthe mit Gießerstempel „CIRE PERDUE BISCEGLIA“.
Bronze; im Wachsausschmelzverfahren gegossen, dunkel patiniert. Der um 1942 entstandene Bouc gehört zu den kraftvollsten Tierdarstellungen der Künstlerin. Der monumental aufgefasste Kopf des Ziegenbocks wird von den weit ausgreifenden, stark stilisierten Hörnern beherrscht. Die lebhaft modellierte Fellstruktur kontrastiert mit den glatt ausgearbeiteten Hörnern und verleiht der Skulptur eine zugleich naturalistische und streng geschlossene Wirkung.
Die Künstlerin zählt zu den bedeutenden französischen Tierbildhauerinnen ihrer Generation. Bereits 1937 wurde sie auf der Exposition Internationale des Arts et Techniques dans la Vie Moderne in Paris mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Von 1938 bis 1947 arbeitete sie für die Manufacture nationale de Sèvres, wo zahlreiche ihrer Tiermodelle entstanden. Die intensive Beobachtung der Tiere und die Konzentration auf ihre charakteristischen Körperformen prägen ihr plastisches Werk.
Literatur:
Vgl. Anne Rivière, Dictionnaire des sculptrices en France, Paris 2017, S. 258–259 (für Informationen zur Künstlerin).
Ausstellung:
Salon d‘Automne, Paris, 1944, Kat.Nr. 625. (1491273) (14)
Josette Hébert-Coëffin,
1906 Rouen – 1973 Neuilly-sur-Seine
BOUC (BILLY GOAT), 1942
Height: 49 cm.
Width: 17.5 cm.
Depth: 21 cm.
Signed “J Hébert-Coëffin” on the side of the base.
With the foundry mark “CIRE PERDUE BISCEGLIA” on the back of the base.
Bronze; lost-wax cast, with dark patina.
Literature:
cf. Anne Rivière, Dictionnaire des sculptrices en France, Paris 2017, p. 258-259 (for information on the artist).
Exhibitions:
Salon d’Automne, Paris, 1944, cat. no. 625.