Auktion: 6 Tage
Stand 10.09.2026
Der von der Sonne beschienene berühmte Platz unter hellblauem, fast wolkenlosen Himmel mit zahlreichen Figuren. Durch die präzise Linienführung auf dem Boden wird der Blick des Betrachters zum Markusdom geleitet, vor dem drei leuchtend große rot und weiße Fahnen Österreichs wehen, daneben der hohe Campanile. Die Arbeit in feiner detailreicher Ausfertigung, die Procuratie der rechten Bildseite, sowie ein Teil des Platzes, bleiben verschattet. Kleine Retuschen.
Chilone zählt in der venezianischen Vedutenmalerei zu den Nachfolgern Canalettos (1697–1768). Aus ärmlichen Verhältnissen hat er sich zwölfjährig mit der Herstellung von Seidenstrümpfen seinen Unterhalt verdient, bevor er in die Werkstatt des Francesco Battaglioli (1725–1796) kam, bei dem er sich die Kenntnisse der Vedutenmalerei aneignen konnte. 1824 wurde er in die Accademia di Belle Arti di Venezia aufgenommen. Obwohl vom Adel gefördert, verstarb Chilone verarmt.
Anmerkung:
Venedig zählte von 1815 bis 1866 zum Herrschaftsbereich der Habsburger (Österreich), daher diese Beflaggung, die sich auch auf anderen Werken des Künstlers wiederfindet. (1491151) (18)
Vincenzo Chilone,
1758 Venice – 1839 ibid.
VENICE – VIEW OF THE PIAZZA SAN MARCO
Oil on canvas.
40.5 x 58.5 cm.
Signed “chilone f.” lower left.
Notes:
Venice formed part of the Habsburg (Austrian) dominions from 1815 to 1866, hence the flags shown here, which also appear in other works by the artist.