Auktion: 5 Tage
Stand 17.03.2026
In vergoldetem Rahmen.
In einem dunklen Innenraum auf einem Stuhl mit hoher Rückenlehne sitzend, ein Philosoph in edlem Gewand mit turbanartiger Kopfbedeckung. Vor ihm sein Arbeitstisch mit einem wertvollen Teppich, auf dem ein aufgeschlagenes Buch liegt, in das er gerade mit einer Feder in seiner rechten Hand schreibt. Seine linke Hand hat er erhoben und seinen Kopf wendet er mit faltenreicher Stirn, geröteten Wangen und großen dunklen, skeptisch blickenden Augen zur Seite. Auf seiner rechten Tischseite liegt zudem ein Stapel Bücher, auf denen eine laufende Sanduhr steht. Qualitätvolle Malerei mit gekonnter Lichtführung.
Anmerkung:
Der Titel wird verständlich aus der Tatsache heraus, dass es sich bei dem vorliegenden Gemälde um eine ähnliche Wiederholung der linken Hälfte des gleichnamigen Gemäldes handelt aus der Hohenbuchau Collection. Die zweifigurige Komposition zeigt dort auf der rechten Bildhälfte eine junge halbnackte Frau, die den Philosophen offensichtlich verführen will, ihn bedrängt und er zur Abwehr seine linke Hand erhoben hat.
Literatur:
Vgl. Richard J. Judson, Gerrit van Honthorst. With catalogue raisonné, Doornspijk 1999,
Kat.Nr. 157, S.137 – 138. (1471003) (18)
Gerrit van Honthorst,
1590 Utrecht – 1656, attributed
THE STEADFAST PHILOSOPHER
Oil on canvas. Relined.
131 x 116 cm.
Notes:
The title is clarified by the fact that the present painting repeats the left half of the eponymous painting from the Hohenbuchau Collection. In that painting, the two-figure scene depicts a young, semi-nude woman on the right half of the picture. She is clearly attempting to seduce the philosopher, pressuring him, and he has raised his left hand in defence.
Literature:
cf. Richard J. Judson, Gerrit van Honthorst. With catalogue raisonné, Doornspijk 1999, cat. no. 157, pp. 137 – 138.