Auktion: 14 Tage
Stand 12.03.2026
Dietricy übernahm Rembrandts Technik des pastosen Farbauftrags, sowie Licht- und Farbstimmung, was dazu führte, dass manche seiner Gemälde zeitweise als echte Werke Rembrandts in den Handel kamen. Auch der hier dargestellte Alte ist in jener beleuchteten Bühnenhaftigkeit aufgefasst, wie wir sie von Rembrandt kennen, mit Betonung des reichen, kostbar stofflichen Charakters in Turban oder Pelzkragen. 2012 erschien zum 300. Geburtstag des Malers eine Monographie, die dessen Bedeutung für das 19. Jahrhundert aus der Vergessenheit hob.
Christian Dietricy wurde vom Sächsischen König August dem Starken gefördert, von Winckelmann hoch gelobt und von August III zum Hofmaler ernannt, nachdem er bereits die Niederlande bereist hatte. Er setzte sich mit sämtlichen Malrichtungen seiner Zeit auseinander, fand letztlich jedoch in Rembrandt van Rijn (1606–1669) ein eigentliches Vorbild.
Literatur:
Vgl. Petra Schniewind Michel, Christian Wilhelm Ernst Dietrich 1712–1771, München 2012.
A.R. (14602325) (11)