Auktion: 14 Tage
Stand 12.03.2026
In Holzrahmen.
Beigegeben Expertise von Nicholas Turner, Halstead, 28. September 2018, in Kopie.
Dargestellt ist der Heilige Dominikus als Halbfigur im Ornat, mit Kruzifix und der Heiligen Schrift in den Händen. Der Kopf ist leicht geneigt, das Gesicht vom Licht erhellt, während der übrige Bildraum in tiefes Dunkel getaucht ist. Um sein Haupt legt sich ein sanft leuchtender Schein, der seine Heiligkeit hervorhebt.
Das Gemälde wurde 1631 von Marchese Roberto Obizzi in Auftrag gegeben und gehört in Guercinos sogenannte Übergangszeit (etwa 1625 – 1635). In dieser Phase wandte sich der Künstler vom dramatischen, vom Naturalismus und starken Hell-Dunkel-Kontrasten geprägten Stil seiner frühen Jahre ab und entwickelte eine ruhigere, klassizistisch geprägte Bildsprache. Der Stilwandel lässt sich auf Guercinos Aufenthalt in Rom von 1621 bis 1623 zurückführen, wo er mit der Kunst mit dem Ideal der ausgewogenen Komposition in Berührung kam. Im vorliegenden Werk verbinden sich noch die emotionale Ausdruckskraft und das lebendige Licht seiner früheren Schaffenszeit mit einer neuen Klarheit und formalen Strenge. So entsteht eine eindrucksvolle Darstellung geistiger Sammlung und innerer Erleuchtung. (1462361) (14)
Guercino,
actuallly “Giovanni Francesco Barbieri",
1591 Cento – 1666 Bologna
SAINT DOMINIC
Oil on canvas. Relined.
79.6 x 58 cm.
Accompanied by an expert’s report by Nicholas Turner, Halstead, dated 28 September 2018, in copy.
The painting was commissioned in 1631 by Marchese Roberto Obizzi and belongs to Guercino’s so-called transitional period (ca. 1625 – 1635). During this phase, the artist moved away from the dramatic style of his early years, characterised by naturalism and strong contrasts of light and shadow, and developed a calmer, more classicist visual language. In this work, the emotional expressiveness and vibrant light of his earlier period are combined with a new clarity and formal rigour.