Auktion: 14 Tage
Stand 12.03.2026
Links oben signiert und datiert „Lovis Corinth 1908“.
Corinth gilt als einer der bedeutendsten Maler des deutschen Impressionismus, neben Max Liebermann (1847–1935), Ernst Oppler (1867–1929) und Max Slevogt (1868–1932). Doch weit stärker als jene entwickelte er seinen Malstil in eine expressive Richtung, womit ihm zurecht die Würdigung als einer der Protagonisten der „Geburt der Moderne“ zuteil wurde – ihn in der NS-Zeit jedoch als „entartet“ diffamierte. Nach Ausbildungen in Königsberg, Antwerpen, Paris und München wirkte er vor allem in Berlin, wo er 1901 der Secession beitrat. Noch im Oktober desselben Jahres eröffnete er eine Malschule. Seine erste Schülerin, Charlotte Berend (1880–1967), Tochter aus jüdischem Elternhaus, wurde neben Käthe Kollwitz (1867–1945) als eine der wenigen Frauen in die Secession aufgenommen. Als 22 Jahre jüngere Ehefrau und Mutter zweier Kinder spielte sie eine tragende Rolle im Wirken Corinths. In mehr als sechzig seiner Gemälde unterschiedlicher Thematik ist sie zu sehen. 1918, nach den Schrecken des Krieges, suchten die beiden erstmals den Gebirgsort Urfeld am Walchensee auf. Im Jahr darauf ließ Charlotte Berend-Corinth dort ein Holzhaus mit Blick auf den See errichten.
Provenienz:
Privatsammlung, Magdeburg (wohl bis 1947).
Privatsammlung, Niederlande (durch Umzug der Familie).
Privatsammlung, Niederlande (durch Erbschaft in der Familie, 2019).
Literatur:
Vgl. Charlotte Berend-Corinth, Lovis Corinth. Die Gemälde. Werkverzeichnis, München 1992, Abb. 348, S. 496 oder Abb. 425, S. 541 oder Abb. 460, S. 562. (1471821) (12)
Lovis Corinth,
1858 Tapiau – 1925 Zandvoort
LIEGENDER WEIBLICHER AKT, 1908
Oil on canvas.
105 x 148 cm.
Signed and dated “Lovis Corinth 1908” top left.
Provenance:
Private collection, Magdeburg (probably until 1947).
Private collection, Netherlands (due to the family's relocation).
Private collection, Netherlands (through inheritance within the family, 2019).
Literature:
cf. Charlotte Berend-Corinth, Lovis Corinth. Die Gemälde. Werkverzeichnis, Munich 1992, ill. 348, p. 496 or ill. 425, p. 541 or ill. 460, p. 562.