Auktion: 12 Tage
Stand 11.06.2026
Beigegeben eine Expertise von Dr. Federica Spadotto, Padua, 5. Mai 2026, in Kopie.
Blick auf die von der Sonne beschienene Spitze der Punta della Dogana mit zahlreichen Staffagefiguren am Ufer, von denen sich auch etliche auf Booten und Gondeln im ruhigen Wasser des Canal Grande befinden. Die Darstellung der Spitze der Punta della Dogana lässt sich auch öfters im Werk von Francesco Guardi (1712–1793) finden. Laut Spadotto widmete sich Bison der Tafelmalerei und interpretierte die Meisterwerke früherer Künstler, darunter Guardi und Canaletto, in einem eigenen Stil: dies zeigt sich im Wechselspiel zwischen einer lebhaften, chiaroscuro-farbenreichen Palette und zarten Pastelltönen. Besonders ist erkennbar der Kontrast zwischen dem Helldunkel des Vordergrundes und dem Rosa des Gebäudes in der Ferne, sowie die lichten Wolkenstreifen am blauen Himmel, die zusammen eine besondere Atmosphäre schaffen
Der Künstler war ein italienischer Maler des Klassizismus. Er studierte in Brescia und befasste sich mit dem Werk von Girolamo Romanino (1484/87–1562). Später zog er nach Venedig und setzte sein Kunststudium unter Giovanni Antonio Canal (1697–1768) fort. Von 1834 bis 1838 unternahm er eine Reihe von Reisen, die ihn u. a. nach Florenz, Rom, Neapel und Paestum führten. Neben zahlreichen Venedigansichten schuf er auch idyllische Fantasielandschaften. Dabei ist die Vielfalt seiner Themen, sowie die hohe Qualität seiner Bildproduktion hervorzuheben. Im letzten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts arbeitete er mit dem Architekten Gian Antonio Selva (1751–1819) zusammen, so etwa für die Dekorationen des inzwischen nicht mehr existierenden Palazzo Bottoni di Ferrara und dem Casino Soderini in Treviso. Er studierte Werke von Francesco Guardi (1712–1793) und Gian Domenico Tiepolo (1727–1804), wirkte auch als Freskant in Venedig, begab sich nach Treviso, Padua und Triest, 1833 schließlich nach Mailand, wo er bis zu seinem Lebensende blieb. (1481912) (18)
Giuseppe Bernardino Bison,
1762 Palmanova – 1844 Milan
VIEW OF VENICE WITH THE PUNTA DELLA DOGANA
Oil on canvas.
49 x 70 cm.
Accompanied by an expert’s report by Dr Federica Spadotto, Padua, 5 May 2026, in copy.
The motif of the Punta della Dogana appears frequently in the work of Francesco Guardi (1712 – 1793). According to Spadotto, Bison devoted himself to panel painting and reinterpreted the masterpieces of earlier artists, including Guardi and Canaletto, in his own distinctive style. This is particularly evident in the interplay between a lively, chiaroscuro palette and delicate pastel tones.